© 2020, Indexhibit

Donauplatte

Lifelines: Wagramer Straße – Lassallestraße – Praterstraße
Bachelor- und Masterentwerfen, Technische Universität Wien, Sommersemester 2020

Entlang der Wagramer Straße und ihrer Verlängerung über Reichsbrücke, Lassallestraße, Praterstern und Praterstraße erstreckt sich ein Kontinuum ungemein abwechslungsreicher Stadträume: dichte, konsolidierte Grätzl, unscheinbare Megastrukturen, Felder und Glashäuser, Wolkenkratzer, großmaßstäbliche Wohnanlagen, Einfamilienhausgebiete, Gärten, alte Dorfkerne, introvertierte Lagerhallen, Tankstellen und Autowaschanlagen. Dazwischen befinden sich Krankhäuser, Vergnügungstempel, Erholungsgebiete und Kleinodien jeglicher Art. Beinahe im Minutentakt verkehren U-Bahnen auf ihrer Trasse unter, über und neben dem Straßenzug und während man über die Reichbrücke radelt, lassen sich die langsam in und entlang der Donau vorbeiziehenden Güterzüge, Schleppverbände und Kreuzfahrtschiffe beobachten. Hier öffnet sich der Horizont, fast meint man eine Brise vom Schwarzen Meer her ausmachen zu können…
Was passiert, wenn wir Garagen und Parkdecks, Brücken und Tunnels mit neuen Augen sehen? Wie sieht das „Tschocherl“ einer E-Tankstelle aus, an dem man sein shared E-Car mietet? Wie der Bahnsteig für die Ridesharing-Fahrt zur Alten Donau?
Periphere und zentrale Lagen bringen unterschiedliches Mobilitätsverhalten hervor. Diese verschiedenen Arten der Fortbewegung überlagern sich im Stadtraum entlang alter, historisch gewachsener Verkehrsachsen. Dort wo Verkehrsstränge für Autos, Busse, Bahnen, RadfahrerInnen und FußgängerInnen neben-, über- und untereinander geführt werden, sind komplexe Räume der Mobilität entstanden. Sie sind nicht nur wichtige, zentrale und periphere Gebiete verbindende Transiträume, sondern stellen auch raumbildende Strukturen großer Permanenz dar, entlang deren Verläufe sich unterschiedlichste Facetten der Stadtentwicklung beobachten lassen.

Introduction Video Watch here!